h. Auf eine sehr erfolgreiche Saison kann der Leichtathletikkreis Schwarzwald-Baar zurückblicken. Die besten Sportler wurden von Kreisvorstand Wolf Schauer bei der Herbstarbeitstagung in Brigachtal mit Pokalen ausgezeichnet. Auch die Auswahlmannschaften der Schüler und Jugendlichen konnten sich seit Jahresbeginn hervorragend in Szene setzen. Ferner standen neben der Bilanz die kommenden Änderungen im Wettkampfsystem der Schülerklassen im Fokus der zahlreichen Vereinsvertreter. Bereits im kommenden Jahr sollen erste Erfahrungen mit dem auf Vielseitigkeit und Teamgeist basierenden Programm gesammelt werden.
Erfreulicherweise hatten insgesamt 7 Jugendliche bei einer Vielzahl von Meisterschaften für Furore gesorgt. Laura Fuß, Hanna Hoss ( beide TUS Königsfeld) und Simon Boch vom FC Alemannia Unterkirnach zeigten als Langstreckler fast allen Konkurrenten die Hacken. Laura Wehrle( LG Baar/LV Donaueschingen) und Christof Steiner (DJK Villingen) setzten Akzente im Wurfbereich, wobei der hochgewachsene Allrounder mit 86 m (!) im Ballwerfen für seinen badischen Rekord fast die Länge eines Fußballplatzes benötigte. Kai Schartel vom TV Furtwangen zählte zu den besten Deutschen Mehrkämpfern der vergangenen Saison und lag bei den Deutschen Meisterschaften während des Wettkampfs sogar längere Zeit auf dem 1. Platz. Für den Hochspringer Jonas Hilpert lief die Saison verletzungsbedingt nicht optimal, er hatte aber mit dem Landestitel in der Halle die Topplatzierung. In der Männerklasse setzten der Langstreckler Josef Beha aus Unterkirnach und Hammerwerfer Sven Kammerer vom TV Schonach ihre beeindruckende Bilanz der letzten Jahre fort.
Beim traditionellen Kreisvergleichskampf im Emmendingen siegte das von Schartel und Steiner angeführte Team der A-Schüler, die gleichaltrigen Schülerinnen eroberten Rang 2. Bei den Jugendlichen standen bei der Baden-Trophäe in Kirchzarten einige Nachwuchsathleten in den gemeinsamen Teams mit dem Kreis Neustadt, die im Wettstreit mit den anderen badischen Kreisen jeweils einen guten Mittelfeldplatz belegten. Die Wettkampfe auf Kreisebene konnten ohne größere Probleme abgewickelt werden, was auch das Verdienst der beiden EDV-Spezialisten Jutta und Peter Aufderheide ist. Nach schwächeren Meldeergebnissen werden die Staffelmeisterschaften, der Langstreckenabend in Furtwangen sowie die Laufserie in Bad Dürrheim vorerst nicht mehr ausgetragen. Vor allem bei den klassischen Kreiswettkämpfen gab es vor allen in den jüngsten Klassen nach wie vor hervorragende Teilnehmerzahlen . Mit Genugtuung wurde festgestellt, dass die Villinger Wettkampfanlage auf dem Hubenloch dank des Entgegenkommens der Stadt eine neue Diskusanlage erhalten hat und die Bahn teilweise saniert wurde, so dass 2012 wieder Veranstaltungen wie z.B. der Blockwettkampf stattfinden können.
Für viel Wirbel sorgte in den letzten Wochen und Monaten der Vorstoß des deutschen Leichtathletikverbands ( DLV), ein neues Wettkampfsystem ab der Saison 2012 einzuführen. In einer Vielzahl von Veranstaltungen wurden die neuen Inhalte für die Schülerinnen und Schüler unter 12 Jahren ( U 12) vorgestellt und erprobt. Unter der engagierten Leitung von Wolf Schauer, der neben seiner Tätigkeit als Kreisvorstand seit gut vier Jahren auch als Jugendwart des Badischen Verbands (BLV) agiert, konnten vom Landesverband praktikable Vorschläge ausgearbeitet werden, die jüngst auch bei anderen Landesverbänden Anklang fanden. Zusammen mit Lehrwart Ottmar Heiler will er bei einer Fortbildung für Trainer und Vereinsvertretern am kommenden Samstag in Löffingen das erarbeitete Konzept vorstellen und die passenden Disziplinen demonstrieren.
Mit dem neuen Nachwuchskonzept will man von den klassischen Disziplinen 50 m Sprint, Weitsprung und Ballwerfen wegkommen und dafür komplexe kindgerechte Formen anbieten, die in der Halle und im Freien zur Austragung kommen können. In den Wettkämpfen soll der Teamgeist im Vordergrund stehen, die Einzelleistungen treten hinter den Punkten für die Vereinsmannschaft in den Hintergrund. In den Teams wetteifern Jungen und Mädchen gemeinsam. Wettkämpfe sollen nicht länger als 2 bis 3 Stunden dauern und einfacher abgewickelt werden können. Dies komme auch dem Interesse der Eltern aber auch den vielen Helfern bei Veranstaltungen entgegen. Im kommenden Jahr können noch beide Wettkampfprogramme angeboten werden, so dass die Einführung der Neuerungen abgepuffert erfolgen kann.
Im Wettkampfprogramm gibt es eine Reihe von Veränderungen. So wird man sich ab sofort an die in anderen Sportarten üblichen Bezeichnungen der Jugend- und Schülerklassen ( z.B. U 18, U 16…) gewöhnen müssen. Startgemeinschaften unterhalb der U 12 sind nicht mehr möglich. Einige Gewichte der Wurfgeräte wurden dem internationalen Standard angepasst. Die Nachwuchsmehrkämpfe wurden erweitert ( statt Achtkampf nun Neunkampf der M 16). Die kleineren Klassen der Mannschaftswettbewerbe (DMM) wurden ersatzlos gestrichen. Schüler laufen statt 1000 m wie die Schülerinnen fast nur noch 800 m. Mehrfachstarts bei Meisterschaften in den Mittelstrecken beim Nachwuchs will man eindämmen.
Die ersten Termine für das kommende Jahr wurden bereits festgelegt. Höhepunkt dürfte der Kreisvergleichskampf der A- und B- Schüler gegen die kreise Neustadt, Freiburg, Emmendingen, Hegau-Bodensee und Oberrhein sein, der am 3. Oktober im Anton-Mall-Stadion in Donaueschingen ausgetragen werden soll.
